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Investition in die Bildung.

Die Zahl der Studenten erreicht einen neuen Rekordwert. Die Hochschulen sind ausgelastet und in den Hörsälen wird es immer enger.

Die Zahl der Studierenden bricht einen Rekord nach dem anderen. Betrachtet man die Zahl derer in den vergangenen zehn bzw. fünf Jahren, ist festzustellen, dass die Zahl laut Statista stets zugenommen hat. Im Wintersemester 2009/2010 waren in Deutschland etwa 2,1 Millionen Studenten immatrikuliert, 2014/2015 waren es nahezu 2,7 Millionen und 2019/2020 beinahe 2,9 Millionen. Somit ist wieder ein neuer Höchststand erreicht worden. Insgesamt hat die Zahl der zukünftigen Akademiker seit 2010 um 37 Prozent zugenommen

Diese Zahlen bedeuten nicht nur für die Bildungseinrichtungen erhöhte Belastungen, sie sind auch für den Wohnungsmarkt eine Herausforderung. Günstiger Wohnraum ist auch in den Universitätsstädten knapp. So kommt es, dass Eltern mit dem Gedanken spielen, ihre Kinder nicht mehr auf Wohnungssuche zu schicken, sondern lieber eine kleine Eigentumswohnung zu kaufen. In den Metropolen sind die Preise für Wohnungen bereits stark gestiegen. In kleineren Universitätsstädten aber könnte sich noch eine Anlagechance bieten. Ein Investment, das sich schnell lohnen kann, sei es für institutionelle oder private Investoren.

Denn gerade in Mittelstädten und kleinen Großstädten verlief die Preisentwicklung äußerst positiv. Vorteile bei der Anlage in Studentenwohnungen sind die gute Vermietbarkeit, geringe Leerstände, bonitätsstarke Eltern und damit gute Renditen. Darüber hinaus spielt die personelle Infrastruktur eine große Rolle. Die gestiegene Zahl der Studierenden bringt zugleich einen erhöhten Verwaltungsaufwand mit sich und daraus resultiert wiederum, dass diese Angestellten oder Dozenten auch Wohnraum benötigen. Der starke Akademisierungstrend verändert die Universitätsstädte sukzessive. Viele Studenten bleiben nach dem Studium in der Region.

Beispielsweise ist die Fakultät für Medizin der Universität Würzburg sehr begehrt und die Erweiterung des Universitätsklinikums erlaubt noch mehr Arbeitsplätze.

Darüber hinaus ist in den vergangenen Jahren für jeden ersichtlich gewesen, dass Wohnraum in den Metropolregionen immer teurer wird. Studenten müssen dort folglich allein fürs Wohnen schon wesentlich tiefer in die eigene Tasche oder die der Eltern greifen. Daher steigt die Attraktivität, in kleinen Groß- und Mittelstädten zu studieren. Weiterhin ist die Nachfrage in den alten Bundesländern nach wie vor höher als in den neuen. Doch ostdeutsche Städte holen vereinzelt deutlich auf.

Bei den Standorten in Europa sieht es nicht anders aus: Die Schweiz sticht mit dem hohen Quadratmeterpreis im europaweiten Vergleich besonders hervor. Aber auch hier ist der Erwerb einer Wohnung in den Mittel- und Großstädten sinnvoll. Das Hochschulsystem der Schweiz unterscheidet sich nicht stark vom deutschen System. Italien ist, abgesehen von Rom und Mailand, deutlich günstiger bei den Quadratmeterpreisen. Im Nachbarland Österreich sind die Mieten außerhalb der Metropolen etwa gleich hoch. In den Niederlanden ist die Miete teurer und Studienplätze in Maastricht, Groningen und Nijmegen sind derzeit auch bei internationalen Studenten sehr gefragt.

Insgesamt gilt, je höher der prozentuale Anteil der Studierenden an der Einwohnerzahl ist, desto lohnenswerter ist der Kauf einer kleinen Wohnung. Auch hier nicht aufgezählte Städte, beispielsweise Trier, sind es wert, näher betrachtet zu werden.

Und ganz abgesehen von der Rendite sind die genannten Städte zugleich sehr attraktive Wohnstandorte. Heidelberg ist sowohl als Universitäts- wie auch als Forschungsstandort sehr anerkannt und erfreut sich zum Wohnen großer Beliebtheit.

Die Top-Ten der Universitätsstädte mit dem höchsten Studierendenanteil in Deutschland

1 Gießen
2 Erlangen
3 Marburg
4 Tübingen
5 Göttingen
6 Darmstadt
7 Würzburg
8 Aachen
9 Heidelberg
10 Passau

Einwohner: 88.507
Studenten: 38.527
Anteil der Studierenden:43,53 %
Mietpreis: 9,65 Euro/m²
Kaufpreis: 2.804 Euro/m²

Einwohner: 112.528
Studenten: 38.494
Anteil der Studierenden: 34,21%
Mietpreis: 10,60 Euro/m²
Kaufpreis: 4.229 Euro/m²

Einwohner: 76.521
Studenten: 24.394
Anteil der Studierenden: 31,88%
Mietpreis: 9,85 Euro/m²
Kaufpreis: 3.059 Euro/m²

Einwohner: 90.546
Studenten: 28.500
Anteil der Studierenden: 31,48%
Mietpreis: 12,08 Euro/m²
Kaufpreis: 4.127 Euro/m²

Einwohner: 118.911
Studenten: 34.500
Anteil der Studierenden: 29,01%
Mietpreis: 9,33 Euro/m²
Kaufpreis: 2.697 Euro/m²

Einwohner: 159.103
Studenten: 45.857
Anteil der Studierenden: 28,82%
Mietpreis: 11,05 Euro/m²
Kaufpreis: 3.939 Euro/m²

Einwohner: 127.880
Studenten: 35.200
Anteil der Studierenden: 27,53%
Mietpreis: 10,19 Euro/m²
Kaufpreis: 3.639 Euro/m²

Einwohner: 248.960
Studenten: 60.628
Anteil der Studierenden: 24,35%
Mietpreis: 8,88 Euro/m²
Kaufpreis: 2.745 Euro/m²

Einwohner: 160.355
Studenten: 36.915
Anteil der Studierenden: 23,02%
Mietpreis: 12,00 Euro/m²
Kaufpreis: 3.738 Euro/m²

Einwohner: 52.469
Studenten: 12.000
Anteil der Studierenden: 22,87%
Mietpreis: 8,89 Euro/m²
Kaufpreis: 2.643Euro/m²

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